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Wie ist das? ...
Hyperakusis-Betroffen

Für Hyperakusisbetroffene sind Lautstärken, die von gesunden Menschen überhaupt nicht als laut wahrgenommen werden, unangenehm bis unerträglich.

Von den Betroffenen einer sogenannten allgemeinen Hyperakusis werden oft schon Lautheiten unter 70 dB (Dezibel) als sehr schmerzhaft empfunden. Bei manchen liegt die sogenannte Unbehaglichkeitsschwelle* sogar unter 60 dB*. Neben Schmerzen werden auch Formen von Parakusis (Fehlwahrnehmung), 'Flattern' oder Taubheitsgefühle im Ohr berichtet.

Häufig werden Misophonie* und allgemeine Hyperakusis, selbst von HNO-Ärzten, mit Phonophobie gleichgesetzt. Entsprechend werden den Betroffenen als Therapie, wenn überhaupt, Psycho- oder Verhaltenstherapien, Psychopharmaka und stressreduzierende Maßnahmen, wie z.B. das Erlernen von Entspannungstechniken angeboten.

Weil die Betroffenen so überwiegend keine Heilung erfahren, fühlen sie sich von ärztlicher Seite nicht ernst genommen oder im Stich gelassen. Und weil das soziale und berufliche Umfeld meist auch nur wenig Verständnis für ihr Leiden zeigt, beginnen sie als zu laut empfundene Situationen zu meiden und sich aus dem alltäglichen Leben zurückzuziehen. Die Folge sind zunehmende soziale Isolation und oft auch das berufliche Aus.

Die durch laute Geräusche ausgelösten ...
- Schmerzen, Desorientiertheit oder sonstigen Symptome,
- die Angst und Wut darüber, lauten Geräuschen fast überall
   ausgeliefert zu sein,
- die Konfrontation mit der Verständnis- und Rücksichtslosigkeit
   von Mitmenschen,
- das damit einhergehende An-den-Rand-gedrängt- oder gar
  Ausgeschlossen-sein von gesellschaftlichen Aktivitäten,
- die Sorge um die wirtschaftliche Existenz,
- das Gefühl der Ausweglosigkeit und des Nicht-ernst-
   genommen-werdens,
- der Mangel sowohl an Fachinformationen, kompetenten
   Behandlern, Diagnoseverfahren, Therapieangeboten, als auch
   an Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln ...
   sind für die Betroffenen äußerst frustrierend und belastend.

Hinzu kommen u.U. noch die ablehnende Haltung, Gleichgültigkeit oder Ignoranz beispielsweise von Krankenkassen, Gesundheits- und Versorgungsämtern, sowie Berufsgenossenschaften, bzw. deren Mitarbeitern.

Bei einem Teil der Hyperakusisbetroffenen führt das alles, zusätzlich zu den Ohrenproblemen, zu allen möglichen Stresssymtomen, wie ...

               Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Magen-Darmbeschwerden,    
              Schlafstörungen, Depressionen, usw., ...

... was dann von manchem Behandler zu allem Überfluss auch noch als Ursache der Geräuschüberempfindlichkeit uminterpretiert wird.
                                                                                                                           
* Unbehaglichkeitsschwelle: Begriff aus der Audiologie; beschreibt eine Lautstärke in dB, ab welcher das Hören als unangenehm bis schmerzhaft empfunden wird.

Die Festlegung der Unbehaglichkeitsschwelle für Normalhörige in dB differiert. In der Regel wird sie um die 100 dB definiert.

Selbsthilfe-Treffen


jeden 2. Mittwoch im Monat*

Veranstaltungsort

Freizeitstätte
„Mireille Mathieu“
Boelckestr. 102
12101 Berlin (Tempelhof)

Kontakt

E-Mail: kontakt(ät)hyperakusis-selbsthilfe.de
Tel.: 030 749 25 0 27

- gut zu erreichen meist gegen 18:00 Uhr -

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